Meine Heimat

Meine Heimatdorf Mömbris ist der Mittelpunkt des Widerstandsbiotops „hist. Freigericht“

https://de.wikipedia.org/wiki/Freigericht_Alzenau

Seit über 800 Jahren hat hier der Kampf um Freiheit und Recht(e) Tradition, hier die Sage von der Gründung des Freigerichts durch Kaiser Barbarossa im Jahr 1184.

Kaiser Barbarossa zog im Jahre 1184 von Mainz nach Gelnhausen. Er benutzte zu dieser Reise die uralte Birkenhainer Straße. Von dem langen Ritt müde geworden, erspähte der Kaiser am Rande der Straße einen bequemen Lagerplatz, wo ein murmelndes Bächlein Gelegenheit bot, die durstigen Pferde zu tränken. Die Reisenden streckten sich zur Ruhe in das Gras, während die freigelassenen Pferde am Bachrand grasten.
Plötzlich wieherten die Pferde laut, sodass die Schläfer erschrocken emporfuhren und zu den Waffen eilten. Da ertönte auch schon das Angriffssignal der Ritter von der Rannenburg. Also ein feiger, hinterlistiger Überfall auf den Kaiser mit Begleitung. Aber die Rannenburger sollten kein leichtes Spiel haben. Wie ein Löwe wehrte sich der Kaiser; die Ritter folgten seinem mutigen Beispiel. Der hinterlistige Gegner war aber allzu stark gegen die geringe Zahl der kaiserlichen Begleiter.
In höchster Not kamen die Bauern aus der Umgebung zu Hilfe und schlugen mit Äxten, Sensen und Mistgabeln sowie Dreschflegeln auf die verhassten Rannenburger ein. Gar mancher bezahlte sein frevelhaftes Beginnen mit dem Leben. Aber auch viele Bauern und Knappen des Kaisers mußten ihre Kaisertreue mit dem Tode besiegeln. Als die Rannenburger ihre Sache verloren sahen, flohen sie auf ihre Burg zurück.
Der Kampf war beendet, der Sieg errungen. Die Verletzten wuschen ihre Wunden in dem klaren Waldbächlein. Das tat auch der Kaiser. Dabei sah er, daß das Wasser vom Blute gerötet worden war. Sich feierlich aufrichtend, sagte er laut: „Dieser Bach, der vom Blute so rot geworden ist, soll künftig Rotenbach heißen“.
Dann wandte er sich zu den Bauern, die aus der Gegend herbeigeeilt waren, und sprach: „Weil Ihr Eurem Kaiser die Treue so tapfer erwiesen habt, will ich Euch kaiserlich belohnen. Ihr sollt künftig keinem andern Herrn untertan sein als dem Kaiser allein; frei sollt Ihr sein von allen Abgaben und Steuern; nur eine Fuhre Heu, auf dem sich zur ewigen Erinnerung an Eure Treue und Wachsamkeit ein lebender Hahn befinden muß, sollt Ihr mir jährlich auf meine Burg in Gelnhausen bringen“. Von dieser Stunde an waren die Bauern dieser Gegend freie Männer, die ihr freies Gericht hegen durften. Die Gegend aber, aus der die Hilfe dem Kaiser in letzter Not gekommen war, heißt bis zum heutigen Tage Freigericht.“

Das Freigericht vor 500 Jahren:

„Die Untertanen widersetzten sich den Anordnungen der Herrschaft. Daraufhin besetzten der Kurfürst von Mainz und der Graf von Hanau-Münzenberg 1502 das Land militärisch. Der Widerstand der Untertanen blieb jedoch ungebrochen und 1529 wurden die hergebrachten Rechte bestätigt.“ (Wiki)

Vor 10 Jahren wollten die derzeitigen „lokalen Besatzungsmächte“ vom Freigericht (Bayern, Hessen) die Demarkationslinie ändern ohne uns zu fragen. Nach kleinem Volksaufstand, wo auch Sat1 und RTL vor Ort waren, musste die geplante Änderung noch mal geändert werden.

Der im Video zu sehende Mömbriser Bürgermeister ist übrigens ein guter Bekannter vor mir. Es war 2008 auch meine Idee, dass er gg. den CSU-Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl kandidierte. Man gab uns keine Chance, es wurden sagenhafte 73,64 % für Felix Wissel. 2014 bei der Wiederwahl waren es unglaubliche 96,49 % (!).

Auch „damals“ war mein Mömbris „auffällig“, übrigens nicht nur unsere Christen
(ohne Hetze gg. die AfD ging es beim BR „natürlich“ nicht).

https://www.br.de/radio/bayern2/spurensuche-wie-moembriser-christen-den-nazis-trotzten-102.html